Frauke Gloyer - Wolken und Meer

Archiv 2009

10.10. - 30.10.09: "Passage" - Anders Petersen von 1989 bis 2009

PASSAGE - Arbeiten von 1989 bis 2009
Grafiken und Montagen von Anders Petersen im Rathaus Elmshorn - Kollegiumssaal

Eröffnung am Sonnabend, dem 10. Oktober 2009 um 16.30 Uhr
Begrüßung: Dr. Brigitte Fronzek - Bürgermeisterin der Stadt Elmshorn
Chansons: Anna Haentjens - Siegfried Gerlach
Grußwort: Christel Storm - 1. Vorsitzende Kunstverein Elmshorn
Laudatio: Hans-Dieter Sommer - Chelsea Art Museum, New York

10. Oktober bis 30. Oktober 2009
Montag - Freitag 08.30 Uhr bis 12.00 Uhr, Donnerstag zusätzlich 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Rathaus Elmshorn, Schulstr. 15 - 17, 25335 Elmshorn

25.10.2009: Kunstausfahrt auf die Insel Föhr

 

Zu Nolde, Munch und Liebermann ins Museum "Kunst der Westküste"

Liebe Mitglieder und Freunde des Kunstvereins Elmshorn,

in unserem Jahresprogramm 2009 haben wir neben unserem Ausflug nach Münster zur schönen Chagall-Ausstellung im dortigen Picasso-Museum für den Herbst eine weitere Kunstausfahrt angekündigt. Die findet nun statt, und zwar am

                                          Sonntag, dem 25. Oktober 2009.

Diesmal geht es per Bus nach Norden, auf die Insel Föhr. In Alkersum hat vor wenigen Wochen das "Museum Kunst der Westküste" seine Pforten geöffnet. Stifter ist der Unternehmer und Kunstsammler Prof. h. c. Frederik Paulsen.
250 Gemälde aus seiner Sammlung werden noch bis zum 14. Januar 2010 in der Eröffnungsausstellung gezeigt.
Die in der Zeit zwischen 1830 und 1930 entstandenen Werke beschreiben die Faszination des Maritimen in einem Motivpanorama, welches von Bergen aan Zee in den Niederlanden bis über Bergen in Norwegen und darüber hinaus reicht. Entsprechend gestaltet sich die Ausstellung als eine dem Meer zugewandte Wanderung durch Deutschland, die Niederlande, Dänemark und Norwegen und bietet  Einblicke in die Lebenswelten an der Nordseeküste und die vielfältigen Positionen der Landschaftsmalerei des 19. und des beginnenden 20. Jahrhunderts.
Zu sehen sind Werke bedeutender skandinavischer, niederländischer und deutscher Künstler wie Max Beckmann, Johan Christian Dahl, Hans-Peter Feddersen, Johan Barthold Jongkind, Max Liebermann, Edvard Munch und Emil Nolde.

Wir treffen uns am 25. Oktober um 8 Uhr am Torhaus. Der Bus bringt uns zum  Fähranleger in Dagebüll; die Fähre startet um 11.15 Uhr. Auf Föhr bringt uns der Linienbus vom Anleger in zehn Minuten nach Alkersum, wo uns eine Führung durch die Ausstellung erwartet. Einkehrmöglichkeit besteht in Grethjens Gasthof.
Rückkehr ca. 21 Uhr am Torhaus.
Im Preis von 37 Euro (Nichtmitglieder 42 Euro) sind Fahrt, Fähre, Eintritt und Führung enthalten. Anmeldung durch Überweisung auf das Konto 37370 (BLZ 22150000) des Kunstvereins Elmshorn bei der Sparkasse Elmshorn.

Sonderausstellungen 2009



"Made in Turkey" - Türkische Kunst der Gegenwart im Torhaus
24. März bis 19. April 2009

Als das Jahresprogramm 2009 des Kunstvereins Elmshorn erarbeitet wurde, war noch nicht abzusehen, dass es diese Ausstellung geben würde. Sie verdankt sich einem "Schnellschuss", bei dem das Ernst Barlach Museum Wedel den Finger am Abzug hatte. Es handelt sich im das erste "Leuchtturm-Projekt", das zur Belebung des hiesigen Kulturlebens vom Kreis Pinneberg in die Wege geleitet wurde. Die vier Leuchttürme stehen in Wedel (Ernst Barlach Museum), Pinneberg (Landdrostei), Uetersen (Museum Langes Tannen) sowie Elmshorn (Kunstverein im Torhaus). Aus Termingründen konnte Uetersen das Türkei-Projekt nicht realisieren, eingesprungen ist die Hauptkirche St. Trinitatis in Hamburg-Altona.

"Made in Turkey" ist eine von der Ernst Barlach Gesellschaft initiierte Ausstellung moderner türkischer Kunst aus den letzten drei Jahrzehnten.
Erstmals gezeigt wurde sie 2008 in Frankfurt anlässlich der Buchmesse. Wie erinnerlich, war die Türkei im Vorjahr Gastland auf der Messe. Die Meisterwerke aus türkischen Museen, Privatsammlungen und Ateliers war in Frankfurt an zehn Orten - darunter in der Paulskirche und im Deutschen Filmmuseum - zu sehen und fanden große Resonanz.

Das erhoffen sich die vier veranstaltenden Häuser nun auch von der Präsentation türkischer Gegenwartskunst im Kreis Pinneberg.

Drostei Pinneberg, Eröffnung: Sonntag, 15. März 2009, 17 Uhr.
Hauptkirche St. Trinitatis Hamburg-Altona, Eröffnung: Mittwoch, 18. März 2009, 18 Uhr.
Ernst Barlach Museum Wedel, Eröffnung: Sonnabend, 21. März 2009, 17 Uhr.
Kunstverein Elmshorn im Torhaus, Eröffnung: 24. März 2009, 20 Uhr.

Bürgermeisterin Dr. Brigitte Fronzek wird die Elmshorner Ausstellung, die bis zum 19. April im Torhaus zu sehen ist, eröffnen. Heike Stockhaus vom Ernst Barlach Museum Wedel - sie hat das Projekt "Made in Turkey" in Szene gesetzt - gibt eine Einführung.  

   

Anders Petersen: SERIOUS SILENCE
Bilder und Montagen in der Klosterkirche Bordesholm
01. März - 15. April 2009

Die Kirche ist dienstags bis sonntags von 9 bis 17 Uhr geöffnet.   

Petersen-Tafeln in der Bordesholmer Klosterkirche

Die totalen Gegensätze sind es, die diese Kunstpräsentation so außergewöhnlich machen. Da ist der Raum, eine Kirche - und da sind die Bilder. Der Raum in seiner barocken Ausstattung, die Bilder in ihrer spartanischen Kargheit. Die Klosterkirche in Bordesholm mit ihrer 670jährigen Geschichte ist Schauplatz einer neuen Ausstellung des Elmshorner Malers und Grafikers Anders Petersen. Wer seine Bilder kennt, vermag sich vorzustellen, welche Wirkung sie in der stillen Höhe eines historischen Kirchenschiffes zu erzielen vermögen, man könnte meinen, sie werden zu Andachtstafeln.

"Serious Silence" hat der Künstler seine Ausstellung genannt, ernsthafte Stille. "Der Titel dieser Ausstellung nimmt Bezug auf den kontemplativen Raum der Klosterkirche. Er nimmt Bezug auf die Passionszeit, in der diese Ausstellung gezeigt wird, und er ist die Klammer, die meine für diesen Ort ausgewählten Arbeiten verbindet", so Petersen in seiner Einführung, in der er Aspekte seiner künstlerischen Arbeitsweise anschaulich machte.
Zwei Faktoren hob er hervor: "Kunst ist für mich die Reduktion auf das Wesentliche" und: "Malerei ist das Übereinanderschichten von Farben." Als einen weiteren Gesichtspunkt nannte Petersen das serielle Arbeiten, eine Vorgehensweise, die auf den französischen Impressionisten Claude Monet zurückgeht, der ein und dasselbe Motiv immer wieder malte, zu verschiedenen Tagesstunden, bei immer wechselnder Beleuchtung; bekannt sind Monets Getreideschober oder die zwölf Darstellungen der Kathedrale von Rouen. Allein sieben der in Bordesholm ausgestellten 15 teils großformatigen Tafeln entstammen folglich Petersens "Hamburger Reihe", dazu kommen "The golden box", die dreiteilige Arbeit "The white poems" und, dem Altar zugewendet, die drei Hochformate "The white silence". Sie stehen in direkter Relation zu den in der Kirche vorhandenen Kunstwerken, die zumeist sakrale Bedeutung haben, etwa Altäre, Schnitzereien, mittelalterliche Wandmalereien und historische Grabplatten.

Für die Elmshorner Besucher der Ausstellung gab es am Eröffnungstag ein Wiedersehen mit Paul Steffen, dem Bruder des Elmshorner Ehrenbürgers und langjährigen Theaterchefs Boje Steffen. Paul Steffen war hier Mitte der fünfziger Jahre Geschäftsführer der Druckerei Emil Koch und hatte später in Bordesholm selbst eine Druckerei. Er und seine Tochter Ulrike, die in Bordesholm den Wortwechsel-Verlag führt, hatten maßgeblichen Anteil am Zustandekommen der Petersen-Ausstellung, die noch bis zu 15. April zu besichtigen ist (Klosterkirche Bordesholm, Wildhofstraße, geöffnet Dienstag bis Sonntag 9 bis 17 Uhr)      Wu.
             


04.11. - 22.11.: Helge Emmaneel - Fotografie (Junge Kunst)

In unregelmäßigen Abständen stellt der Kunstverein Elmshorn Fotografie zur Diskussion. Erinnert sei an die Ausstellung Ulrich Mack, der hier seine auf dem Schleswiger Holm entstandenen Arbeiten präsentierte oder an die provozierenden Menschenbilder der Fotokünstlerin Gagel. In der Reihe "Forum junge Kunst" stellt Anders Petersen diesmal den Lichtbildner Helge Emmaneel vor. Der Künstler wurde 1969 in Essen geboren und lebt seit 1996 in Hamburg. Von 1992 bis 1995 absolvierte er ein Studium der Kunstgeschichte an der Ruhruniversität Bochum. Bereits zuvor weist sein Werdegang eine zweijährige Assistenz bei dem Maler und Bildhauer Ernst Ollenburg in Unna sowie eine Fotoassistenz bei Ralf Steinhoff in Kamen auf. Eine auffällige Nähe zur Bildenden Kunst wird in vielen Arbeiten Emmaneels nicht zuletzt durch die Art deutlich, wie er als Fotograf die Natur wahrnimmt. So ermöglichen die Fotoarbeiten von Helge Emmaneel neue Blickweisen in die Landschaft.

04.02.2009: Viola Stohwasser-Gerdsen - Chagall

Vortrag zur Vorbereitung der Ausfahrt zu Chagall

Bereits am 4. Februar 2009 gibt es zur Vorbereitung der Ausfahrt einen Einführungsabend im Torhaus. Die Hamburger Chagall-Expertin Viola Stohwasser-Gerdsen wird einen sowohl aufschlussreichen als auch amüsanten Vortrag über Chagall und sein Werk halten. Beginn 20 Uhr. Frau Stohwasser-Gerdsen hielt im Oktober 2008 den Einführungsvortrag bei der Kai Quedens-Ausstellung im Torhaus.

25.10.09: Zu Nolde, Munch und Liebermann - auf die Insel Föhr


Liebe Mitglieder und Freunde des Kunstvereins Elmshorn,

in unserem Jahresprogramm 2009 haben wir neben unserem Ausflug nach Münster zur schönen Chagall-Ausstellung im dortigen Picasso-Museum für den Herbst eine weitere Kunstausfahrt angekündigt. Die findet nun statt, und zwar am

                                          Sonntag, dem 25. Oktober 2009.

Diesmal geht es per Bus nach Norden, auf die Insel Föhr. In Alkersum hat vor wenigen Wochen das "Museum Kunst der Westküste" seine Pforten geöffnet. Stifter ist der Unternehmer und Kunstsammler Prof. h. c. Frederik Paulsen.
250 Gemälde aus seiner Sammlung werden noch bis zum 14. Januar 2010 in der Eröffnungsausstellung gezeigt.
Die in der Zeit zwischen 1830 und 1930 entstandenen Werke beschreiben die Faszination des Maritimen in einem Motivpanorama, welches von Bergen aan Zee in den Niederlanden bis über Bergen in Norwegen und darüber hinaus reicht. Entsprechend gestaltet sich die Ausstellung als eine dem Meer zugewandte Wanderung durch Deutschland, die Niederlande, Dänemark und Norwegen und bietet  Einblicke in die Lebenswelten an der Nordseeküste und die vielfältigen Positionen der Landschaftsmalerei des 19. und des beginnenden 20. Jahrhunderts.
Zu sehen sind Werke bedeutender skandinavischer, niederländischer und deutscher Künstler wie Max Beckmann, Johan Christian Dahl, Hans-Peter Feddersen, Johan Barthold Jongkind, Max Liebermann, Edvard Munch und Emil Nolde.

Wir treffen uns am 25. Oktober um 8 Uhr am Torhaus. Der Bus bringt uns zum  Fähranleger in Dagebüll; die Fähre startet um 11.15 Uhr. Auf Föhr bringt uns der Linienbus vom Anleger in zehn Minuten nach Alkersum, wo uns eine Führung durch die Ausstellung erwartet. Einkehrmöglichkeit besteht in Grethjens Gasthof.
Rückkehr ca. 21 Uhr am Torhaus.
Im Preis von 37 Euro (Nichtmitglieder 42 Euro) sind Fahrt, Fähre, Eintritt und Führung enthalten. Anmeldung durch Überweisung auf das Konto 37370 (BLZ 22150000) des Kunstvereins Elmshorn bei der Sparkasse Elmshorn.

15.09. - 04.10.09: Walther Kunau - Sein Thema ist die Landschaft

Bilder von Walther Kunau im Torhaus Elmshorn.

Wollte jemand die renommiertesten Landschaftsmaler im Norden auflisten, Walther Kunau gehörte unbedingt ins Spitzen-Trio. Seit mehr als vier Jahrzehnten ist der in Bad Oldesloe lebende Maler und Grafiker bei Ausstellungen im In- und Ausland mit seinen Bildern vertreten, zahlreiche Museen vom Stedelijk Museum Amsterdam bis zur Hamburger Kunsthalle verzeichnen Kunau-Arbeiten in ihren Sammlungen. Jetzt sind Bilder des Künstlers erstmals in Elmshorn zu sehen: Unter dem Titel "Landschaft" stellt der Kunstverein vom 15. September bis zum 4. Oktober 2009 rund vier Dutzend Arbeiten - Ölbilder und Aquarelle - im Torhaus aus.
Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, dem 13. September, um 11 Uhr.

Walther Kunau kam 1933 in Löhne/Westfalen zur Welt und fand schon als Gymnasiast Zugang zur Malerei. Gerade 17 Jahre alt, führte ihn eine Radtour ins Künstlerdorf  Worpswede, wo der junge Kunstenthusiast bei dem berühmten "Moormaler" Fritz Mackensen vorsprach. Dieser Besuch und die dabei gewonnenen Eindrücke bestärkten Kunaus Herzenswunsch: "Ich will Kunstmaler werden."
Und so kam es denn auch. 1953 ließ sich Walther Kunau an der Landeskunstschule in Hamburg einschreiben, Willem Grimm, Joseph Fassbender und Rolf Cavael waren seine akademischen Lehrer. An der Universität in der Hansestadt studierte Kunau außerdem Geschichte und Literaturwissenschaft. Im Fach Kunstgeschichte waren es hauptsächlich die Vorlesungen von Werner Haftmann und Otto Stelzer, die ihm die Welt der modernen Kunst eröffneten. Große Stücke hält Walther Kunau heute noch auf Karl Kluth, in dessen Malklasse er sein letztes Semester absolvierte. 1959 trat Kunau in Bad Oldesloe als Kunsterzieher am Gymnasium in den Schuldienst, aus dem er 1994 ausschied.
Während seiner langen Lehrtätigkeit hat Kunau unentwegt künstlerisch gearbeitet und dabei verschiedene Techniken von der Keramik bis hin zu großformatigen Wandgestaltungen (für die Deutsche Bundesbahn) erprobt. Sein ihn immer wieder fesselndes Thema war und ist die Landschaft. Studien- und Malreisen führten ihn u. a. nach Frankreich, Italien und Norwegen; in Südkorea nahm er 1991 an einem Symposium für Naturkunst teil. Sein besonderes künstlerisches Interesse fanden immer wieder die Schleswig-Holsteinische Nordseeküste und die Insel Sylt, wo Kunau seit Mitte der fünfziger Jahre regelmäßiger Gast ist. Seine Bilder von Wattlandschaften wurden ein Markenzeichen, die Elmshorner Ausstellung wird mit einer Reihe von Beispielen darauf eingehen.
Zur Ausstellungseröffnung gibt Bernd M. Kraske Einblicke in Leben und Werk des Künstlers; der Leiter des Kulturzentrums Reinbek gilt als herausragender Kenner der Arbeiten von Walther Kunau.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 10-12 Uhr und 16-18 Uhr, Sonnabend 10-12 Uhr, Sonntag 11-13 Uhr

15.09. - 04.10.2009: Walther Kunau - Malerei/Grafik


Sommerferien, 1950. Im westfälische Löhne macht sich ein siebzehnjähriger kunstinteressierter junger Mann auf zu seiner ersten großen Radtour. Sie führt ihn nach Norden, ins Künstlerdorf Worpswede. Dort wird Walther Kunau bei Fritz Mackensen vorstellig und ist von dem Gespräch mit dem Altmeister so mitgerissen, dass er beschließt, sich dem Studium der Malerei zu widmen. An der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg sind von 1953 bis 1957 Willem Grimm, Joseph Fassbender, Rolf Cavael und Karl Kluth seine Lehrer. 1959 tritt Walther Kunau eine Stelle als Kunsterzieher am Gymnasium in Bad Oldesloe an, die er bis 1994 innehat. Gleichzeitig übt er seine Kunst aus - als Maler, Radierer und Aquarellist. Bei mehr als 70 Einzelausstellungen sowie 250 Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland waren Kunaus Arbeiten, überwiegend Landschaftsbilder, bisher zu sehen. Er veröffentlichte mehrere Grafik-Editionen und zeichnete sich durch Wandgestaltungen für die Deutsche Bundesbahn aus. Er lebt und arbeitet in seinem Wohn- und Atelierhaus in Bad Oldesloe.

Eröffnung:  Sonntag, 13. September 2009 - 11 Uhr

21.06. - 19.07.2009: Reimer Wulf - "Impressionen aus der Luft" -



Mit einer weiteren Sonderausstellung (nach der bereits im März/April gezeigten Schau "Made in Turkey") tritt der Kunstverein Elmshorn in diesem Sommer an die Öffentlichkeit. Im Juni/Juli werden im Torhaus Luftfotografien von Reimer Wulf gezeigt - Titel: "Impressionen aus der Luft". Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, dem 21. Juni, um 11 Uhr. Zu sehen ist sie bis zum 19. Juli.

Der 1943 in Elmshorn geborene Reimer Wulf ist sei 1978 als freischaffender Fotograf tätig. Sein Spezialgebiet ist die gestaltende Luftbildfotografie mit den Schwerpunkten Architektur und Stadtlandschaft. Neben den eher dokumentarischen Arbeiten überwiegen in den letzten Jahren "Impressionen" oder auch schlicht Fotokunst. Dabei wird eine schöpferische Bildauffassung betont. Der Fotograf sucht nach Strukturen und strebt abstrakte Bildfindungen an, gibt so oft schon Gestaltetem eine neue Gestalt.

Wulf ging nach seiner Ausbildung zum Pressefotografen bei einer Hamburger Presseagentur Anfang der siebziger Jahre zur "Deutschen Luftbild" in Harvestehude, wo er in die Materie der professionellen Luftbildfotografie eingearbeitet wurde. Neben Aufnahmen für Bücher, deren Texte der damalige Hausautor Siegfried Lenz verfasste, entstanden u. a. Aufnahmen für Schulbücher und Atlanten des Westermann-Verlages sowie eine Fotoserie, die Wulf von einem BGS-Hubschrauber aus entlang der Zonengrenze für eine Dokumentation des NDR erstellte.

Bevor Reimer Wulf sich später in diesem Metier selbstständig machte, ergänzte er seine Kenntnisse in Presse- und Luftbild zunächst in der Studio- und danach in der Architekturfotografie: Im Studio Freilinger in Hamburg wird er Assistent des bekannten New Yorker Fotografen Tibor Pataki, einem Stillive-Spezialisten. Nach zwei Jahren holt ihn der Architektur-Starfotograf Jaques Schumacher an die Schwanenwik, wo Wulf als Erster Assistent u. a. für "Schöner Wohnen" und "Zuhause" arbeitet, mit der Redaktion von "Architektur & Wohnen" wird eine Reportage im Londoner Königshaus produziert.

Seit 1978 arbeitet Wulf freischaffend von Elmshorn aus, u. a. bis heute für die "Elmshorner Nachrichten"; erste Kalender entstehen, Ausstellungen locken viele Besucher an. Die große Luftbild-Serie der "Elmshorner Nachrichten"  wird zum Vorbild für ähnliche Aktionen anderer Zeitungen, so für die "Kieler Nachrichten", die "Lübecker Nachrichten" oder die "Ostsee-Zeitung" in Rostock. Anfang der neunziger Jahre erfolgen erste Ausstellungen in Hamburg, die "Welt" druckt Wulfs Luftbildserien, und das erste Buch erscheint  -  "Über den Dächern von Hamburg", ein großformatiger Bildband des Berliner Ullstein-Verlages.

Seit 1993 ist Reimer Wulf dann vor allem in Berlin tätig, überwiegend für das Archiv für Kunst und Geschichte (AKG), mit Standorten in Berlin, London und Paris. Die großen Zeitungen drucken regelmäßig seine Luftbilder, der Elmshorner arbeitet für die Bundesregierung und den Bundestag. Und für international bekannte Architekten wie Norman Foster und Daniel Libeskind. In mehreren Berlin-Büchern zeigt Wulf die Entwicklung der Hauptstadt seit der Wiedervereinigung auf, und er beginnt eine bis heute laufende lückenlose Dokumentation des Wiederaufbaus von Berlin-Mitte.

1997 nimmt Wulf an einer Ausstellung der Berlinischen Galerie im Museum of Modern Art in Edinburgh teil, zeigt eine Rotterdam-Ausstellung in Hamburg, ist 1998 Preisträger des schleswig-holsteinischen Ausstellungsprojektes "Verbotene Städte" und zeigt seine Fotografien 1999 bei einer Ausstellung des Auswärtigen Amtes in Brüssel, die durch Außenminister Joschka Fischer eröffnet wird. Der Anlass: "50 Jahre Bundesrepublik Deutschland" sowie die Übernahme des Vorsitzes im Rat der Europäischen Union durch Deutschland. Bei dieser Gelegenheit wird Reimer Wulfs 240-seitiger Deutschland-Luftbildband vorgestellt und an die in Brüssel versammelten Außenminister der Europäischen Nationen überreicht. Zugleich werden 180 Wulf-Fotos mit Hilfe einer aufwendigen Großbildprojektion in einer Größe von 200 Quadratmetern auf eine Riesenlandwand geworfen.

Und so setzt es sich fort im Fotografenleben des Reimer Wulf: Zur zehnjährigen Wiederkehr der deutsche Vereinung im Jahr 2000 Ausstellung "Projekte Deutsche Einheit" der Bundesregierung in Dresden, Teilnahme an einer Berlin-Ausstellung in der Townhall in Washington, Ankauf von Aufnahmen durch das Guggenheim Museum in New York, Luftbildbände über Frankfurt (Oder), Rostock (mit Walter Kempowski) und Schwerin, 2004 ein neues Berlin-Buch, 2005 ein Schleswig-Holstein-Bildband (Wachholtz-Verlag). Regelmäßig erhält Wulf Einladungen zum "Hamburger Architektursommer" (2006 mit einer Ausstellung im Speicherstadtmuseum). Die Hansestadt ist 2007 denn auch Objekt eines neuen Hamburg-Buches des Münchner Herbig-Verlages. Es ist das zehnte Buch des Elmshorner Fotografen. Im gleichen Jahr nimmt Wulf an einer Berlin-Ausstellung in der Pekinger Universität teil. 2008 dann eine Gemeinschaftsausstellung unter dem Titel "Perspektivwechsel" mit dem Architektur-Fotografen Klaus Frahm im Hamburger Speicherstadtmuseum.

Und nun die Ausstellung "Impressionen aus den Luft" der Stadt Elmshorn beim Kunstverein im Torhaus. Mit rund 40 großformatigen Farbfotografien aus mehr als zwei Jahrzehnten hält Reimer Wulf ("Einer der Besten seiner Branche", schieb "Die Welt") Rückschau und gewährt Einblicke in seine Arbeit, die ihn immer wieder in die 300-Meter-Höhe über Deutschland führt. Eröffnet wird die Fotoschau am Sonntag, dem 21. Juni, um 11 Uhr, mit einer Einführung durch Dr. Ralf Lange vom Speicherstadtmuseum in Hamburg. Elmshorns Bürgermeisterin Dr. Brigitte Fronzek und Günter Schröder, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Sparkasse Elmshorn, sprechen Grußworte.

19.05. - 07.06.2009: Hartmut Mohr - Tafelbilder/Handzeichnungen

Ausstellung

Hartmut Mohr aus Heede bei Barmstedt ist kein Unbekannter in der norddeutschen Kunstszene. Seit Jahrzehnten zeigt er im In- und Ausland Präsenz, seine ruhigen, faszinierend stofflichen Bilder, die er als "Meditationstafeln" bezeichnet, fehlen z. B. auf keiner Landesschau der Bildenden Künstler Schleswig-Holsteins. Auch in Elmshorn waren seine Bilder immer wieder einmal zu sehen. Geboren 1949 in Barmstedt, machte Mohr das Abitur an der Bismarckschule in Elmshorn, studierte von 1986 bis 1972 Kunstgeschichte an der Universität in Hamburg sowie anschließend bis 1978 Kunsterziehung an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Mitte der achtziger Jahre fand der Künstler zu seinem eigenen, unverwechselbaren Stil, in dem er die Leinwand zum Hauptakteur seiner Kunst machte und dabei auf Reduktion setzte. Mohr ist Mitglied im BBK Schleswig-Holstein und dessen Bevollmächtigter für Kunst im öffentlichen Raum. Seit 1996 ist er Mitglied der Kunstkommission des Landes Schleswig-Holstein (Eröffnung: Sonntag, 17. Mai, 11 Uhr in der Sparkasse, anschließend im Torhaus).

24.03. - 19.04.2009: Türkische Gegenwartskunst - "Made in Turkey"

Sonderausstellung 

Als das Jahresprogramm 2009 des Kunstvereins Elmshorn erarbeitet wurde, war noch nicht abzusehen, dass es diese Ausstellung geben würde. Sie verdankt sich einem "Schnellschuss", bei dem das Ernst Barlach Museum Wedel den Finger am Abzug hatte. Es handelt sich um das erste "Leuchtturm-Projekt", das zur Belebung des hiesigen Kulturlebens vom Kreis Pinneberg in die Wege geleitet wurde. Die vier Leuchttürme stehen in Wedel (Ernst Barlach Museum), Pinneberg (Landdrostei), Uetersen (Museum Langes Tannen) sowie Elmshorn (Kunstverein im Torhaus). Aus Termingründen konnte Uetersen das Türkei-Projekt nicht realisieren, eingesprungen ist die Hauptkirche St. Trinitatis in Hamburg-Altona.

"Made in Turkey" ist eine von der Ernst Barlach Gesellschaft initiierte Ausstellung moderner türkischer Kunst aus den letzten drei Jahrzehnten. Erstmals gezeigt wurde sie 2008 in Frankfurt anlässlich der Buchmesse. Wie erinnerlich, war die Türkei im Vorjahr Gastland auf der Messe. Die Meisterwerke aus türkischen Museen, Privatsammlung in Ateliers war in Frankfurt an zehn Orten - darunter in der Paulskirche und im Deutschen Filmmuseum - zu sehen und fanden große Resonanz.

Das erhoffen sich die vier veranstaltenden Häuser nun auch von der Präsentation türkischer Gegenwartskunst im Kreis Pinneberg.

Drostei Pinneberg, Eröffnung: Sonntag, 15. März 2009, 17 Uhr.
Hauptkirche St. Trinitatis Hamburg-Altona, Eröffnung: Mittwoch, 18. März 2009, 18 Uhr.
Ernst Barlach Museum Wedel, Eröffnung: Sonnabend, 21. März 2009, 17 Uhr.
Kunstverein Elmshorn im Torhaus, Eröffnung: 24. März 2009, 20 Uhr.

Bürgermeisterin Dr. Brigitte Fronzek wird die Elmshorner Ausstellung, die bis zum 19. April im Torhaus zu sehen ist, eröffnen. Heike Stockhaus vom Ernst Barlach Museum in Wedel - sie hat das Projekt "Made in Turkey" in Szene gesetzt - gibt eine Einführung.

04.03. - 22.03.2009: Pirjo Niiranen - Malerei/Arbeiten auf Papier

Ausstellung

Zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit sind die Bilder der finnischen Künstlerin Pirjo Niiranen angesiedelt. Eindringliche Naturerfahrungen haben ihre Malerei und ihr Farbempfinden geprägt. Aufgewachsen ist die 1950 geborene Künstlerin im finnischen Varkaus, einer von Wasser umgebenen Kleinstadt, deren Wahrzeichen die hohen Schornsteine einer Papierfabrik sind. Papier ist deshalb ein wesentliches künstlerisches Medium für Pirjo Niiranen. Seit 1970 lebt die Künstlerin in Bremen. An der Universität der Hansestadt absolvierte sie ein Studium der Kunst-, Musik- und Erziehungswissenschaften, das sie durch ein Studium der Tanz- und Ausdruckstherapie in Hamburg und Bonn ergänzte. Zunächst arbeitete sie als Weiterbildungsreferentin in Bremen, um sich dann Anfang der neunziger Jahre ganz dem künstlerischen Schaffen zu widmen. Ihre Arbeiten sind vielfach durch die nordische Landschaft ihrer Kindheit beeinflusst, worauf auch die Bildtitel wie "Fischers Traum", "Spätsommernacht" oder "Winterschlaf" verweisen.

15.02.2009: Mit dem Kunstverein zu Marc Chagall

Kunstausfahrt 2009

Die jährliche Kunstausfahrt per Bus führt am Sonntag, dem 15. Februar 2009, nach Münster, zur Ausstellung "Marc Chagall - Der Maler am Fenster" im Grafik Museum Picasso. Abfahrt 8 Uhr am Torhaus. Für Mitglieder kostet der Spaß 35 Euro, Nichtmitglieder sind mit 40 Euro dabei. Darin enthalten sind Fahrt, Eintritt und Führung. Anmeldung durch Überweisung auf das Kunstvereins-Konto 37370 (BLZ 221 500 00) bei der Sparkasse Elmshorn.

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