Heike Jeschonnek
05.08.2012 bis 25.08.2012
Zeichnungen in Wachs
Immer wieder entdecken Künstlerinnen und Künstler ungewöhnliche Materialien zur Verfertigung ihrer Arbeiten. So auch Heike Jeschonnek. Die Berlinerin bringt Parafin zum Einsatz, in dem sie zunächst die wachsartige Substanz auf Papier aufträgt und sich damit einen Malgrund schafft. Sodann kratzt sie Zeichnungen von Figuren, Architekturen oder Landschaften hinein. Die dabei entstehenden Furchen werden mit Farben gefüllt und erhalten einen weiteren Parafin-Überzug. Als Ergebnis sehen wir bis zu 200 x 150 Zentimeter große Bilder, Motive, die geheimnisvoll aufscheinen, fast verborgene, unscharf erscheinende Sujets. „Die sinnliche Wirkung des Parafins lässt die Zeichnungen fragil und vage wirken. So werden sie zum Ausdruck der dauernden Suche nach verblassenden Erinnerungen“, heißt es in einem Katalogtext der Kunsthistorikerin Mayari Granados. Heike Jeschonnek, Jahrgang 1964, wurde in Gummersbach geboren. Sie ist Diplompädagogin und war Meisterschülerin an der Hochschule der Künste Berlin (1993-2001). Zahlreiche Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen.
Vita
- 1964 geboren / born in Gummersbach
1985-1993 Studium der Pädagogik (Diplom) / study of social work (diploma)
1993-2001 Hochschule der Künste Berlin (Meisterschülerin) / university of arts Berlin (master of arts)


