Geplante
Ausstellungen

Hier erhalten Sie einen Überblick über die nächsten geplanten Ausstellungen des Kunstverein Elmshorn.

EBS Schüler*innen
Spuren
16.03.2023 bis 30.03.2023

Die Ausstellungseröffnung findet dieses Mal am Donnerstag statt!

Eindrucksvolle Spuren von EBS-Schüler*innen

In diesem Jahr lässt der Kunstverein eine Kooperation der besonderen Art wiederaufleben. Für zwei Wochen stellen wir Werke Elmshorner Schülerinnen und Schüler aus, diesmal von der Elsa- Brändström-Schule. Im Schnee, im Sand, auf Papier, auf Leinwand, an der Wand, im Internet, wir hinterlassen SPUREN, wo wir stehen und gehen. Auch unsere Umwelt geht nicht spurlos an uns vorbei. Wir sammeln Eindrücke und produzieren Ausdrücke. Diese Ausstellung lädt ein, die Sicht der Kinder und Jugendlichen von der fünften bis zur 13. Klasse einzunehmen und präsentiert die eindrucksvollsten Spuren. Die künstlerische Umsetzung sowie organisatorische Aufgaben lagen in den Händen der Schülerinnen und Schüler und verdient, sowohl für ihre Kreativität, als auch für ihr Engagement, eine besondere Wertschätzung.

Gudrun Becker
Dinge und Raum
23.04.2023 bis 14.05.2023

Sie zählt nicht nur zu den regelmäßigen Vernissage-Gäste im Torhaus, sondern hat auch selbst schon bei uns ausgestellt. Gudrun Becker, 1934 in Wilhelmshaven geboren, ist in der norddeutschen Kunstszene eine feste Größe. Sie studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Ihre Lehrer dort waren namenhafte Männer – Willem Grimm, Kurt Kranz, Werner Haftmann und Otto Stelzer. Vor Jahrzehnten waren Grimm und Kranz selbst im Torhaus und zeigten ihre Bilder. Nun stellt ein paar Jahre später ihre Schülerin aus. Gudrun Becker, die viele Jahre als Kunsterzieherin an Hamburger Gymnasien tätig war, widmet sich in ihrer Kunst den eher unspektakulären Themen und bringt lieber schlichte Bootsschuppen als glanzvolle Paläste auf die Leinwand. Kennzeichnend für die in Wedel lebende Künstlerin ist, dass sie sich einem einmal ins Auge gefasstem Motiv mehrfach annähert und so dem Betrachter ihre Bilder unterschiedliche Blickwinkel und Ansichten vermittelt.

Susanne Berger
FRAGIL -Meergänger
04.06.2023 bis 25.06.2023

Dem Kunstverein ist es eine besondere Freude in diesem Jahr die Arbeiten von Susanne Berger, der Kulturpreisträgerin 2022 der Stadt Elmshorn, zu zeigen.

Es beginnt mit der Spitze des Bleistifts, mit einem Punkt, einer Linie, wird irgendwann zur Fläche. Es begann mit der Lust zu zeichnen, mit dem Studium an der Fachhochschule für Gestaltung Hamburg, mit dem Entdecken von Geschichten und wurde zu Bildern. Susanne Berger, vielen bekannt als Illustratorin der „Fina & Freddy entdecken Elmshorn“-Reihe, möchte mit ihren Bildern den Blick schärfen, für das Kleine, das Subtile, das Dicht-dran. Die Linie prägt ihre Arbeiten. Obwohl vielfach nicht mehr sichtbar, webt diese die Bildideen wie ein Netz auf das weiße Blatt Papier. Pinsel, Stifte und Spachtel lassen Farbflächen entstehen. Mit der Kamera gesammelt, werden diese Flächen malerisch-zeichnerisch, collageartig zusammengeführt. Das Meer, die norddeutschen Farben, Uferzonen spielen eine große Rolle. Der Blick aufs Meer, bei der Entdeckung, wie klein manselbst, wie FRAGIL alles zu sein scheint… Es entstanden die Meergänger. Nur auf ein oder zwei Stäben im Gleichgewicht. Vielleicht… mit dem Gedanken, auf kleinem Fuß unterwegs zu sein? Vielleicht… auf der Flucht? Vielleicht…, um eine Art Langsamkeit zu entdecken. Ein Innehalten für Betrachter und Künstlerin.

Bildergalerie

Mathias Meinel
Landschaften -Malerei
03.09.2023 bis 24.09.2023

Das Pleinair-Malerei nicht immer eine Schönwetter-Aktivität ist, spiegelt sich auf den Leinwänden von Mathias Meinel unmissverständlich wider. Seine schlichten Motive wie zum Beispiel überschwemmte Felder mit Ackerfurchen oder den Pfützen, zeugen unmittelbar vom „norddeutschen Schmuddelwedder“. Dennoch spürt man die Frische in mitten des grauen Tags, erlebt die Reflexion des Lichts, der Wolken und ist geblendet vom Glanz in den Spiegelungen des Wassers. Mathias Meinel erweckt durch seine Kunst das scheinbare Unspektakuläre zu einem ästhetisch, schönen Bildsujet. In ihr schwingt eine besondere Atmosphäre mit, die den Betrachter die norddeutschen Landschaften fühlen und erleben lassen. So fügt es sich, dass die Norddeutschen Realisten den Nachwuchsmaler 2019 mit in ihre Gruppe aufgenommen haben. Mathias Meinel ist in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen, auch über die Staatsgrenzen hinaus, sowie in öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten. Sein künstlerisches Studium absolvierte er ab 2003 in Kassel bevor er 2010 nach Hamburg zog, wo er seitdem lebt und arbeitet.

 

Dr. Thomas Gädeke, Kunsthistoriker in Flensburg, 2021 über Mathias Meinel:

Die hervorragende Eigenschaft dieses jungen Malers ist, dass er die Schönheit seiner Sujets im Beiläufigen und Unscheinbaren, in der Abgeschiedenheit zu finden und zu gestalten weiß. Er ist der norddeutschen Landschaft wahrhaft verbunden, denn er liebt sie gerade im „Schietwetter“, im verhangenem Charme ihrer Stoppelfelder – abseits von Blütenpracht und Sonnenschein.

Vita

1981 in Rodewisch geboren, aufgewachsen im Erzgebirge

1995 Beginn mit der Landschaftsmalerei; Berufsprakikum im Atelier Blechschmidt Falkenstein (Vgtl.)

2000 – 2003 Ausbildung zum Produktgestalter/Textil, Plauen

seit 2001 Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland, später Niederlande und Belgien

2001 – 2003 Künstlerisches Mentoring durch Manfred Feiler, Plauen

2003 – 2010 Studium an der Kunsthochschule Kassel

2010 Diplom; Umzug nach Hamburg

seit 2011 Atelier in Hamburg-Bergedorf

seit 2012 Mitglied im BBK Hamburg

2013 Dr. Marlene Trentwedel-Stiftung, Nachwuchspreisträger

2018 Uwe Lüders Stipendium der Sparkassenstiftung Lüneburg

2018 Gast bei den Symposien der Norddeutschen Realisten,

seit 2019 Mitglied der Gruppe.

Der Künstler ist in öffentlichen und privaten Sammlungen mit seinen Arbeiten vertreten. Mathias Meinel lebt und arbeitet in Hamburg

GOING PLACES
NAH UND FERN - Perspektiven
22.10.2023 bis 12.11.2023

GOING PLACES steht für drei Künstlerinnen, die sich mit Orten, Environments und Identität auf individuelle Weise auseinandersetzen: Durch ihre unterschiedlichen Lebenswege – SU WEISS international geprägt durch USA und Asien, MARTY SANDER durch innerdeutsche Veränderungen und PETRA GUINESS durch die beschauliche Kleinstadt – ist die Identitätssuche eine treibende Kraft für ihre Auseinandersetzung. Diese unterschiedlichen Ansätze sind Motor für ihre künstlerische Begegnung und spiegeln sich in ihrer konzeptuellen Zusammenarbeit wieder. Das Konzept von GOING PLACES ist sich auf neue Orten einzulassen, um dort Vertrautes und Fremdes zu entdecken und eine Verbindung zu schaffen. Was macht ein Ort mit uns? Wie verändert uns ein Umfeld? Welche Eindrücke hinterlassen Spuren? Drei Künstlerinnen, die verschiedene Herkunft und Einflüsse erlebt haben, stellen sich diese Fragen, und reagieren mit ihren Arbeiten auf die Umgebung. Ihre Eindrücke teilen sie miteinander und lassen sich von diesem Diskurs gegenseitig inspirieren.

Otto Beckmann
von Tuch auf Papier
26.11.2023 bis 17.12.2023

Bekannt als leidenschaftlicher Radierer erschafft Otto Beckmann seit einigen Jahren Werke, die er als Acryl und Schabung auf Tuch und Papier bezeichnet. Eine Technik, in der das Bild aus den Farbschichten schabend herausgeformt wird. Dies verlangt höchste Vorsicht, damit der Malgrund, in seinem Fall die Leinwand oder das Papier, nicht verletzt wird. Die Liebe zum künstlerischen Experimentieren und die Lust auf Farbe, die sich im Laufe der Jahre in die Arbeiten von Otto Beckmann geschlichen hat, haben diese Form der „Gemalten Grafik“ entstehen lassen. Mit dem Radierbesteck, nicht auf Metall, sondern auf Tuch und Papier, lässt den Künstler ein Thema nicht los: „Die See mit dem ganzen Drumherum hat viel Raum“. Aufgewachsen auf der Insel Föhr, „treibt er gedanklich oft im Wasser und genießt das Auf und Ab der Wellen“ und versucht das wechselnde Licht, die Bewegung und seine Botschaften schabend auf Tuch und Papier zu formen.